Hackfleisch selber machen

Um Gehacktes bzw. Hackfleisch selber zu machen braucht man kein Hackebeil. Am Besten stellt man dies mit einem Fleischwolf her. Durch den Wolf kann man dann alles an Fleisch durchdrehen, nachdem einem gerade ist. Nur von den Sehnen sollte das Fleisch befreit sein. Das Fett bleibt dran, denn einen gewissen Fettanteil benötigt man gerade für Hackfleisch, mit dem man Hamburger herstellen möchte schon.

Neben Sehnen sollte auch keine Knochen, Knochenreste oder Knochensplitter im Fleisch sein.

Dann noch das Fleisch vorportionieren, schließlich muss es auch in den Trichter passen und los kann es gehen. Da jeder Fleischwolf etwas anders arbeitet, das hängt insbesondere bei den elektrischen Wölfen auch von der Motorleistung ab, muss man einfach mal austesten, wie groß bzw. klein die Fleischstücke für den eigenen Fleischwolf geschnitten werden müssen. Empfehlenswert ist es auch, das Fleisch im gekühlten Zustand zu zerkleinern. Das so zubereitete Hackfleisch bis zur Weiterverarbeitung dann unbedingt wieder in den Kühlschrank geben.

Ist alles Fleisch durchgedreht, am besten sofort den Fleischwolf reinigen ehe etwas antrocknet. Mit warmen Spülwasser und zur nach reinigen mit viel klarem Wasser arbeiten und anschließend gut abtrocknen. Wenn es nicht wirklich ausdrücklich in der Anleitung steht, die Teile, auch nicht beim manuellen Fleischwolf, nicht in der Spülmaschine reinigen.

Welchen Fleischwolf nehmen?

Früher gab es in fast jedem Haushalt noch einen Fleischwolf. Auch wir hatten einen, allerdings wurde der in der Weihnachtsbäckerei (und nur in dieser) für Spritzgebäck genutzt. Dafür gab es einen praktischen Aufsatz. Auf die Idee, mit diesem manuell betriebenem Fleischwolf selbst Hackfleisch herzustellen, wäre wohl niemand von uns gekommen.

Inzwischen hat der Fleischwolf in der Küche fast schon ein Comeback erlebt. In Zeiten, in der das Vertrauen in Supermärkte und Co. gerade bei Hackfleisch nicht mehr ungebrochen ist, will man eben die volle Kontrolle über das haben, was später auf den Teller und dann in den eigenen Mund und Magen kommt.

Beim Fleischwolf hat man heute die Wahl. Entweder man greift zu dem alten und bewährten Model mit Handkurbel oder zu einem elektrischen Fleischwolf.

Für den gelegentlichen Gebrauch und vor allem wenn nicht viel Fleisch druchgedreht werden muss, reicht ein manueller Fleischwolf durchaus aus. Allerdings müssen die meisten Modelle gut auf der Küchenplatte oder dem Küchentisch befestigt werden, auch wenn der Wolf nach Gebrauch fast immer wieder im Schrank verschwindet, Platz zum Arbeiten benötigt man eben schon. Und etwas Kraft, denn von selbst geht das Fleisch vom Trichter durch die Maschine auch nicht vorne raus.

Wer größere Mengen durchwolfen möchte und vor allem nicht das Kochen mit schweißtreibender Arbeit beginnen will, greift am besten gleich zu einem elektrischen Fleischwolf.

Auf jeden Fall sollte man darauf achten, bei einem Fleischwolf, egal ob nun mit manuellem Antrieb oder mit Strom, verschiedene Lochscheiben mitgeliefert zu bekommen. Drei Lochscheiben mit verschiedenen Stärken sollten es schon sein. Viele Fleischwölfe haben auch Zusatzzubehör zum Beispiel für Würste oder einen Kebbe-Aufsatz, für Hamburger selbst ist beides sicherlich nicht vonnöten, aber wer weiß, vielleicht wäre eine vollständig selbstgemachte Bratwurst vom Grill auch einmal eine gute Idee?

Manueller Fleischwolf


Wer nur gelegentlich selber Hackfleisch machen möchte, kann zum Eddingtons Fleischwolf greifen. Zwar ist das Gerät nicht aus Gusseisen, aber doch solide verbaut. Das Gerät lässt sich leicht montieren und wird mit Saugnäpfen an der Arbeitsfläche befestigt. Zwei verschiedene Klingengrößen stehen zur Verfügung und das ganze Gerät kann nach Benutzung komplett zerlegt werden und sogar in die Spülmaschine (natürlich nicht der Standfuss, aber der Rest des Gerätes). Eddingtons Fleischwolf Pro, weiß

Elektrischer Fleischwolf

Wer etwas häufiger selbst Fleisch wolfen möchte, sollte aber gleich zu einem elektrischen Fleischwolf greifen. Ein gutes Gerät ist der Profi Cook PC-FW 1003 Fleischwolf mit Edelstahl Gehäuse und leistungsstarkem Longlife-Profi-Motor mit maximal 1500 Watt. Der Fleischwolf hat eine Vor- und Rücklauffunktion und ein Vierflügeliges Edelstahlmesser und drei verschiedene Lochscheiben aus Edelstahl. Außerdem wird ein Edelstahl-Spritzgebäckaufsatz mit vier Formen mitgeliefert und ein Würstfüller-Aufsatz gehört ebenso dazu wie ein Kebbe-Aufsatz. Der Fleischwolf hält auch 30 Minuten Dauerbelastung aus. Der Fleischwolf lässt sich auch gut reinigen, da alle Teile, die mit dem Fleisch in Berührung kommen, sich auch abbauen lassen. Profi Cook PC-FW 1003 Fleischwolf

Fleischwolfaufsatz für die Kitchenaid

Wer eine Küchenmaschine der Firma Kitchenaid sein eigen nennt, kann auch als zusätzliches praktisches Zubehör den Fleischwolfeinsatz in Erwägung ziehen. Dieser wird meist auch gleich mit dem Zubehör zur Herstllung von Spritzgebäck mitgeliefert, ein kleiner Zusatznutzen also. Für die gelegentliche Herstellung von Hackfleisch ist dieser Aufsatz durchaus brauchbar. Mehrere Kilogramm Hackfleisch wird man allerdings schneller und bequemer mit einem richtigen elektrischen Fleischwolf herstellen können. Geliefert wird der Fleischwolf-Aufsatz zum Kacken und Zerkleinern von Fleisch, Fisch, Gemüse aber auch festen Früchten oder Käse mit einer groben und einer feinen rostfreien Mahlscheibe (4,3 und 6,3 mm Lochdurchmesser jeweils), einem doppelseitigem selbstschärfendem rostfreiem Stahlmesser und einer Schneckenwelle aus Edelstahl sowie einer Schüssel und einem Stampfer. KitchenAid Fleischwolf FGA Set mit Spritzgebäckvorsatz
Bei dem Fleischwolf für die Kitchenaid aber unbedingt darauf achten, dass das Fleisch sehenenfrei ist.

Hackfleisch selber machen ohne Fleischwolf

Auch mit einer ganz normalen Küchenmaschine lässt sich Fleischwolf für den gelegentlichen Gebrauch selbst machen. Allerdings wird das Ergebnis hier nicht ganz so gleichmäßig wie bei einem Fleischwolf. Es können immer mal ungehackte Brocken Fleisch vorkommen, um dem Vorzubeugen sollte man das Fleisch mit einem Spatel in der Küchenmaschine immer mal wieder etwas verteilen. Wenn man bereits einen Mixer, Zauberstab bzw. Pürierstab besitzt, kann man durchaus auch probieren, ob dieser zum Zerkleinern von Fleisch geeignet ist. Allerdings wird das Fleisch dann weniger wie durchgedreht sondern eher etwas breiiger. Einfach mal testen, ob man mit dem Ergebnis zufrieden ist. Vielleicht schlummert ein Fleischwolf-Ersatz ja bereits im eigenen Haushalt?

Und wenn man gerade dabei ist, seine Hamburger selber zu machen, warum nicht auch die Hamburger Brötchen selbst backen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.