Grillen ist Männersache – vor allem im Winter

Jedermann ist der geborene Grillmeister. Mag ein Mann noch nicht mal ein Ei zustande bringen und selbst Wasser anbrennen lassen ( so jedenfalls die Behauptung, um vom Küchendienst verschont zu bleiben), grillen geht.

Dabei ist Grillen längst nichts mehr nur für Weicheier, die nur bei bestem Wetter grillen, nein, auch im Winter heißt es für echte Kerle ran an die Grillkohle.

Und es hat ja was, der Grillmeister hat den besten Platz, zumindest die Hände und die Vorderseite bleibt gut durchgeglüht und gegen die schlimmste Kälte hilft notfalls Bier, das dann eben nicht zum Ablöschen verschwendet wird. Die Gäste bibbern mit oder gucken vom Wohnzimmer aus zu und bewundern das eiserne Ausharren des Spezialisten am Grills. Natürlich können sich einige Männer nicht zurückhalten, unter dem fadenscheinigen Vorwand, das arme Schwein da draußen mit Flüssigem versorgen zu wollen, entflieht man der trauten Runde im Warmen und fachsimpelt mit dem Gastgeber über Grillen mit Holzkohle oder Gas, Deckel oder nicht, besser direkte oder indirekte Hitze 🙂

Immerhin, die Bewunderung des weiblichen ach so schwachen Geschlecht ist ihnen gewiss (hust, ja, wir wissen wie es geht). Das freut sich während dessen im Warmen auf die Produkte vom Grill. Man stößt mit einander an und ist froh mal unter sich zu sein und grinst dabei verstohlen: Mal wieder was fürs Männerego getan und die Arbeitsteilung perfekt ausgenutzt.

Ab und an wird vorsichtig die Balkontür geöffnet – Vorsicht kalte Luft – und verbal der Sachstand draußen überprüft 🙂 (Fleisch schon durch, habt ihr genug zu trinken, ist euch nicht zu kalt?).

Manchmal fallen Mann-Frau-Beziehungen doch ganz gerne in eine Art Steinzeitromantik zurück 🙂 Dem Mann gefällt es bewundert zu werden, die Frau klammert die lästige Frage nach dem Abräumen und Abwasch erst mal aus und freut sich nicht selbst mit den Füßen im Schnee stehen zu müssen.

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